Wandern & Bergsteigen

Ich packe in meinen Wanderrucksack…

… ja was eigentlich? Wer kennt die Situation nicht: Am Abend vor der am nächsten Tag anstehenden Wanderung holt man seinen Rucksack aus dem Schrank und fragt sich, was eigentlich alles hinein gehört – und was getrost zu Hause bleiben kann. Wir möchten mit diesem Beitrag Abhilfe schaffen und erklären, was in einem Wanderrucksack für eine Tagestour auf keinen Fall fehlen sollte.

„So viel wie nötig, so wenig wie möglich“

Was nehme ich mit auf den Weg? Natürlich hängt diese Frage von der Tourenauswahl selbst ab – prinzipiell gilt aber folgendes Credo: „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“. Denn je weniger im Rucksack ist, desto weniger muss auch getragen werden – eine einfache Rechnung.

Beginnen wir aber mit einem essentiellen Ausrüstungsgegenstand, den man nicht im Rucksack, sondern an den Füßen trägt: Den Wanderschuhen. Grundsätzlich sollten Wanderschuhe immer gut eingelaufen sein – sonst verliert man wegen aufgescheuerten und wunden Füßen gleich mal den Spaß am Wandern – und der restliche Weg wird zur Tortur.

Wanderschuhe - Wanderpackliste
© Bernd Ritschel / Ötztal Tourismus

Ob man sich nun für leichte Wanderschuhe, für Wanderstiefel oder für massive Bergstiefel entscheidet, hängt einerseits von den persönlichen Präferenzen, aber vor allem vom Einsatzgebiet ab. Deshalb sollte man sich schon beim Kauf der Wanderschuhe die möglichen Wanderziele ins Gedächtnis rufen.

Bevor man den Wanderrucksack packt sollte also klar sein, wohin die „Reise“ führt. Aber auch der Wetterbericht sollte unbedingt kontrolliert werden, bevor man mit dem Packen beginnt – bei prognostizierten 30 Grad und stabiler Großwetterlage kann auf die Daunenjacke wohl verzichtet werden. Dennoch sollte man sich im Klaren sein (und darauf vorbereitet sein), dass das Wetter in den Bergen nie zu 100% sicher vorherzusagen ist und dieses auch in wenigen Minuten umschlagen kann – deshalb immer das aktuelle Bergwetter im Blick behalten.

Wanderer mit Rucksäcken - Wanderpackliste
© Bernd Ritschel / Ötztal Tourismus

Kleines Rucksack-Einmaleins

Wie groß sollte der Wanderrucksack für eine eintägige Tour sein? Experten des Österreichischen Touristenklubs (ÖTK) raten: Bei einer Tagestour sollte das Packvolumen nicht mehr als 40 Liter betragen. In etwa 70 Prozent des Gewichts sollten dabei auf den Beckenknochen lasten – deshalb ist auch eine gute Passform des Rucksacks wichtig. Viele Hersteller bieten auch spezielle Damenmodelle an, die an die weibliche Anatomie angepasst sind.

Aber welche Ausrüstungsgegenstände gehören nun wirklich in den Rucksack bzw. an den Körper, um sicher durch die Bergwelt zu kommen? Die folgende, gegliederte Auflistung soll dir einerseits einen Überblick verschaffen, andererseits helfen, nichts zu vergessen – und Gewicht zu sparen.

Kleidung

  • Wanderschuhe/Bergstiefel
  • Trekkinghose (kurz/lang/zip-off)
  • 2x Funktionsshirt (eines zum Wechseln)
  • Softshell – z.B. Fleecepullover/Daunen-Weste
  • Hardshell – z.B. regenabweisende Windjacke/Regenponcho (zum schnellen Überwerfen bei Starkregen)
  • Funktionsunterwäsche
  • Wandersocken
Outdoor-Bekleidung - Wanderpackliste
© Bernd Ritschel / Ötztal Tourismus
In voller Ausrüstung entlang dem Berggrad - Wanderpackliste
© Bernd Ritschel / Ötztal Tourismus

Weitere allgemeine Ausrüstungsgegenstände

  • Sonnenbrille (Gletscherbrille bei Touren in höheren Lagen)
  • Sonnenmütze (je nach Jahreszeit: Mütze und Handschuhe)
  • Teleskopstöcke
  • Tages-Wanderrucksack max. 40 Liter (je nach Ausrüstung auch kleiner)
  • Regenhülle für Rucksack
  • Stirnlampe (bei Touren im Herbst, frühem Start etc.)
  • Gamaschen (optional)

Navigation

  • Karte – analog oder digital (GPS-Navigation / Outdoor-Multifunktionsuhr)
  • Fernglas (optional)
  • Kompass (optional)

Verpflegung

  • Trinkflasche bzw. Trinksystem mit mind. 2 Liter (bei einer 5-stündigen Tour)
  • Energieriegel und weitere Verpflegung (z.B. Trockenobst, Jause) nach persönlicher Erfahrung
  • Anständiger Schnaps im Flachmann (optional – oder doch nicht?)

 

GPS-Navigation - Wanderpackliste
 © Bernd Ritschel / Ötztal Tourismus
Erste-Hilfe-Set - Wanderpackliste
 © Pixabay

Gesundheit & Erste-Hilfe

  • Erste-Hilfe Set
  • Blasenpflaster
  • Wasserfeste Sonnenschutzcreme (mit UVA- und UVB-Filter)
  • Lippenschutz
  • Taschentücher
  • Pfeife
  • Not-Biwacksack
  • Zeckenzange (optional)

Sonstiges

  • voll aufgeladenes Handy/Smartphone (optional: Zusatz-Akku & Kabel)
  • Bargeld
  • Taschenmesser
  • Streichhölzer/Feuerzeug
  • Personalausweis (wenn vorhanden auch Alpenvereinsausweis bzw. Versicherungsausweis)
  • Fotoausrüstung (optional)
  • Stift und Papier (optional)
  • Mülltüte (optional)
Weitere Ausrüstungsgegenstände - Wanderpackliste
 © Pixabay

Die Liste zeigt: Da kann schon einiges an Ausrüstungsgegenständen zusammenkommen, die im Wanderrucksack ihren Platz finden sollen. Jedoch muss immer im Einzelfall und abhängig von der Tourenart (Länge, Höhenlage, Schwierigkeit, etc.) entschieden werden, welche Gegenstände zwingend nötig sind – und auf welche man verzichten kann.

Speziell in der Herbstzeit können in den Bergen die Witterungsbedingungen schnell wechseln – und in höheren Lagen kann es schon ziemlich frisch werden. Ein wärmendes Fleece und eine Regenjacke sollte man beim Wandern zu dieser Jahreszeit also immer mit dabei haben! Tipp: Funktionsbekleidung aus Merinowolle ist zum Wandern ideal, da das Material große Mengen an Feuchtigkeit aufnehmen kann und selbst in diesem feuchten Zustand den Körper noch wärmt. Außerdem ist Merinowolle geruchsneutral – das kann auch nicht schaden…

(Titelbild: © Bernd Ritschel / Ötztal Tourismus)

Was darf in deinem Wanderrucksack auf keinen Fall fehlen?

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Benni

Autor Benni

Sobald Bewegung im Spiel ist, wird Benni hellhörig! Als begeisterter Snowboarder, Biker, Kletterer & Wanderer gibt es für ihn keinen besseren Outdoor-Spielplatz als das Ötztal. Still sitzen können andere besser, deshalb ist Benni viel auf den Trails und unverspurten Hängen des Tals unterwegs.

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